Aufgrund der steigenden Mehrausgaben der Schweiz für die Armee drohen Mittelkürzungen in der internationalen Zusammenarbeit. Das wäre ein Kurzschluss – verschlechtert sich doch gerade die Lebenssituation aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im globalen Süden recht drastisch.
Der verbrecherische Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hat den Kreisen in der Schweiz in die Hände gespielt, welche das Militärbudget schon länger massiv erhöhen wollten. Der Bund mit Unterstützung des Parlamentes plant die Mittel für die Landesverteidigung in den nächsten Jahren jährlich um 2 Milliarden Franken aufzustocken.
Der grosse Teil der finanziellen Mittel des Bundes sind gesetzlich gebunden – davon ausgenommen sind Landwirtschaft, Kultur, Wissenschaft und die internationale Zusammenarbeit (IZA). Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass in entwicklungspolitischen Kreisen befürchtet wird, dass der Ausbau der Armee auf Kosten der IZA gehen könnte.
Auch wenn die Promotor:innen des Armeeausbaus betonen, dass die zusätzlichen Ressourcen hauptsächlich durch steigende Steuereinnahmen gedeckt werden könnten, braucht es nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass bald schon – spätestens mit der parlamentarischen Debatte über die neue IZA-Botschaft im Jahr 2024 – die Sparschraube für die internationale Zusammenarbeit der Schweiz angezogen werden könnte.
Wir sollten jetzt bereits deutlich machen, dass der militärische Ausbau auf Kosten des internationalen Engagements der Schweiz im globalen Süden der Schweiz ein sicherheitspolitischer Kurzschluss ist. Der Krieg in der Ukraine hat bereits jetzt schwerwiegende Folgen auf die Bevölkerungen des globalen Südens: in vielen Ländern droht Lebensmittelknappheit und Hunger, die Preise sind am Steigen und die Wirtschaft kommt auch nach zwei Jahren Pandemie nicht aus dem Tief heraus. Wenn die internationale Gemeinschaft inklusive der Schweiz nicht solidarisch bleibt, verschärft sie die Situation.
Die Folgen sind klar: Die globale Ungleichheit nimmt zu, soziale Unruhen und Gewalt destabilisieren Regierungen – die Welt und damit auch die Schweiz werden noch unsicherer. Dass ist die Botschaft, welche auch Schweizer Finanz- und Sicherheitspolitiker:innen verstehen sollten.
Martin Leschhorn Strebel
Netzwerk Medicus Mundi Schweiz
E-Mail
MMS Mitgliederversammlung vom 2. Juni 2022
Wir freuen uns sehr Amnesty International - Sektion Schweiz als neue Mitgliedorganisation in unserem Netzwerk begrüssen zu können und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. - Amnesty hat sich global für die gerechte Verteilung und den Zugang zu den Mitteln zur Covid-19-Bekämpfung eingesetzt. Das Recht auf Gesundheit ist zudem ein Schwerpunkt ihrer Strategie 2022 bis 2030. Dabei liegt der Fokus auf dem gleichberechtigten Zugang und der Nicht-Diskriminierung.
"Die Zahl der Legionellose-Erkrankungen in der Schweiz ist in den vergangenen 20 Jahren um das Fünffache gestiegen. Eine heute im International Journal of Hygiene and Environmental Health veröffentlichte Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH) analysiert die Fallzahlen von 2000 bis 2020 und beleuchtet mögliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Meldezahlen. In den letzten Jahren beobachteten die Forscher*innen einen verstärkten Anstieg der Erkrankungen in den Sommermonaten. Die Schweiz hat eine der höchsten Legionellose-Inzidenzen in Europa."
"Swiss TPH has been awarded four out of six new research grants from the Principal Investigator Initiative of the Botnar Research Centre for Child Health (BRCCH). The initiative aims to drive interdisciplinary research that addresses critical challenges in global paediatric health and medicine. (...) The projects bring together researchers from its partner institutions and international partners to deliver innovations and intervention strategies for paediatric health diagnosis, disease treatment and prevention on a global scale. Swiss TPH and partners were successful in this highly competitive call, and will obtain funding for four out of six exciting research projects. Each project is supported with up to CHF 1 million for a duration of four years."
The Programme Report 2021 provides insights into our operational and financial performance in International Cooperation implemented in close collaboration with our Red Cross Red Crescent Sister National Societies, our partners and our donors. Our reporting focuses on impact and results achieved. The Programme Report highlights selected achievements according to our programmatic domains and thematic priorities.
Medienmitteilung
"Die Schweiz feiert dieses Jahr das 20-jährige Bestehen der Fristenregelung. Das ist für SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ (SGCH) Anlass, am 2. Juni in Bern das Jubiläum dieser wichtigen Errungenschaft öffentlich zu feiern, aber auch um sich für die Streichung der Abtreibung aus dem Strafgesetzbuch einzusetzen mit der Lancierung einer Charta. Die Präsidentin von SGCH und Nationalrätin, Léonore Porchet, wird auch eine parlamentarische Initiative einreichen. Die Forderung: Abtreibung soll vorrangig als Frage der Gesundheit und nicht mehr als Strafsache behandelt werden."
Mitteilungen aus Haiti, Juni 2022
"Nach zwei Jahren konnten Raphaela und Rolf Maibach, zusammen mit Georgina Ysla als einzige „Ausländer“ endlich wieder persönlich am HAS Haiti sein, an den Morgenkonferenzen teilnehmen, alle Abteilungen besuchen und die Arbeit evaluieren. Die Sicherheitslage hatte sich im Artibonite Tal im Gegensatz zur Hauptstadt gebessert und erlaubte uns auch den Besuch des HAS Gesundheitszentrums Tienne sowie die Beurteilung der wieder neu eröffneten Mobilen Kliniken in den Bergdörfern. Wir haben grossen Respekt für die ca. 500 Mitarbeiter des Spitals und der Gesundheitszentren, die jeden Tag und jede Nacht für die Verletzten und Kranken bereit sind. Unser grosser Dank geht ans HAS Haiti, aber auch an Sie alle für Ihre Unterstützung. "
Medienmitteilung
"Fast 10 Millionen Franken hat terre des hommes schweiz im vergangenen Jahr eingenommen. Das ist das beste Finanzergebnis in der Geschichte der Schweizer Entwicklungsorganisation. Die gesunden Fi-nanzen erlauben es, dass terre des hommes schweiz weiterhin einen soliden Beitrag an die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leistet zugunsten der Perspektiven von Jugendlichen. Im neuen Jahresbe-richt zeigt terre des hommes schweiz, wie Jugendliche in Afrika, Lateinamerika und der Schweiz den positiven Wandel herbeiführen."
Bericht des Geschäftsführes Jochen Ehmer im Jahresbericht von SolidarMed 2021
"An was denken Sie, wenn Sie den Begriff «Afrika» hören? Welche Bilder tauchen in Ihrem Kopf auf? Sind es Hunger, Armut und Krankheit? Unterernährte Kinder, trockene Felder, staubige Hütten? Damit wären Sie nicht allein, denn unsere Vorstellung von Afrika ist geprägt von Bildern und Schlagzeilen aus den Medien. Doch stimmt das so? Katastrophen, Klimawandel und Kindersterblichkeit – es gibt sie alle, und ihre Folgen sind schwer zu ertragen. Und doch ist Afrika so viel mehr: gelebte Hoffnung, Aufbruch und Energie! Wir bei SolidarMed sehen solche positiven Geschichten täglich. (...) Ich lade Sie ein, in diesem Jahresbericht ein mutiges, positives und hoffnungsvolles Afrika zu entdecken!"
«Farbkarten retten Kinderleben» Schwerpunkt der neuesten Fokus-Ausgabe von SolidarMed
"Eine Ambulanz, die mit Blaulicht und Sirene zu einem Verkehrsunfall eilt. Ein Team von qualifizierten Fachkräften, das in der Notaufnahme bereitsteht, mit ausreichend Verbrauchsmaterial, Blutkonserven und Medikamenten – und einer zuverlässigen Stromversorgung. Wir wissen es: Eine rasche Behandlung im Notfall kann über Leben oder Tod entscheiden. In den ländlichen und teilweise schwer zugänglichen Gebieten im Norden von Mosambik entspricht ein solches Szenario noch einem Wunschdenken. (...) Damit Patient:innen möglichst schnell und günstig ein Spital erreichen, führt SolidarMed seit 2017 ein Projekt mit Ambulanztaxis durch, das im Distrikt Chiúre schon gute Resultate bringt. Doch es sind nicht nur die schlechten Strassen, die ausserordentlich grossen Distanzen und fehlenden Mittel, die in einem Notfall zum Verhängnis werden können. Eine weitere Barriere ist fehlendes Wissen: In den Dörfern sind sich Patient:innen und ihre Familien der Dringlichkeit oft nicht bewusst und suchen nicht schnell genug Hilfe."
Bericht aus der Ukraine
"Unsere Teams helfen in einem überfüllten Heim in der Westukraine, in dem 42 zusätzliche Kinder aufgenommen wurden, die aus Luhansk evakuiert wurden. Es fehlte anfangs an allem, um die verstörten Kinder, die meist eine mehrfache Behinderung haben, seelisch, medizinisch sowie mit Nahrung und Kleidung zu versorgen. Nach der Soforthilfe plant HI eine langfristige Unterstützung für die Vertriebenen."
Ergebnisse einer Studie
"Nach elf Jahren Krieg und intensivem Einsatz von Explosivwaffen sind in Syrien bis zu 300'000 Sprengkörper nicht detoniert. Jeder zweite Mensch in dem Land ist durch Blindgänger gefährdet. Das sind über 10 Millionen Menschen. So lauten die Ergebnisse einer Studie, die Handicap International in Zusammenarbeit mit „Syria Mine Action Area of Responsibility“ erstellt hat."
Communiqué de presse - Pourquoi une telle escalade de violence dans cette région ?
« Nous vous laissons l’enfant parce que c’est un garçon, si c’était une fille, elle resterait avec nous. » ces mot ont été répétés à plusieurs reprises à Alejandro* et Valentina*, parents de la petite Inès*, âgée de 8 ans, lors de leur enlèvement le samedi 30 avril au Chiapas, état du sudest mexicain. Cheveux courts et habits non genrés, leur petite fille a été sauvée, parce que les criminels pensaient que c’était un garçon. Après le viol de la maman, pour laquelle le plus difficile était la possibilité de voir sa fille emmenée et de voir actionner la gâchette de l’arme pointée sur la tête de son mari, la famille a été finalement libérée. (...) Nous demandons que la DDC n'abandonne pas les populations appauvries du continent latino-américain. »
"In a ground-breaking decision that will reduce the World Health Organization’s (WHO) massive reliance on donors, the World Health Assembly (WHA) resolved on Tuesday that half the global body’s budget will be derived from members’ fees by 2030. The Assembly adopted in full the recommendations made by the Sustainable Financing Working Group chaired by Germany’s Björn Kümmel, which also include proposals to increase the body’s efficiency. “When it was approved, I have to admit I had a tear in my eye,” Kümmel told Health Policy Watch on Tuesday night."
RECORDINGS of the series of G2H2 hosted public policy debates in the week before the opening of the 75th World Health Assembly
"At the 75th World Health Assembly (WHA75) scheduled for 22-28 May 2022, the size of delegations allowed to attend the the deliberations in-person at the Palais des Nations will be strictly limited. This awkward setup is explained by the Secretariat of the World Health Organization with capacity issues (delayed renovation of the Palais des Nations), and it has found its way into the title of the May 2022 series of policy debates hosted by the Geneva Global Health Hub: “People’s realities, determinants of health, democratic governance: Connecting dots outside the doors of the World Health Assembly”. Outside the doors of the World Health Assembly – this is indeed where most of us will be…"
We need to be concerned about mental health in the context of climate change
"The world faces an incredible climate crisis. Climate change exacerbates many social, environmental and economic risk factors for problems in mental health and psychosocial wellbeing. Yet, despite this impact, large gaps also exist in many countries between mental health needs and the availability and accessibility of the mental health systems and services to address them. In response to these challenges, WHO has developed a policy brief describing the interconnections between climate change and mental health and providing five key recommendations on potential approaches to address the mental health impacts of the climate crisis."
Neue Lancet-Serie diskutiert, warum ein politisches Verständnis notwendig ist, um Gesundheit für alle zu erreichen
Viele haben darüber nachgedacht, welchen Einfluss die Politik auf Covid-19 hatte und wie die Welt mit der Pandemie umging. In der Reihe Politikwissenschaft und Gesundheit werden drei Bereiche untersucht, die zeigen, wie die Politikwissenschaft mit Gesundheitsfragen interagiert und diese beeinflusst. Von der Frage, warum manche Gesundheitsthemen zu internationalen Anliegen werden, während andere keine Beachtung finden, über die Politik der allgemeinen Gesundheitsversorgung bis hin zur Funktionsweise der globalen Gesundheitsdiplomatie. Die Reihe will nicht nur auf die Bedeutung der Politikwissenschaft im Gesundheitsbereich aufmerksam machen, sondern auch zeigen, wie neue Sichtweisen auf die globale Gesundheitspolitik einen gerechteren und gesünderen Weg in die Zukunft weisen könnten, um die sich verändernde Welt in der wir leben, besser widerzuspiegeln. Obwohl eine globale flächendeckende Gesundheitsversorgung eine politische Herausforderung darstellt, werden grundlegende Konzepte aus der Politikwissenschaft in der Gesundheitsforschung oft übersehen.
By Ilona Kickbusch and Austin Liu
"Over the past two decades, global health diplomacy, foreign policy for health, and global health policy have changed substantially. Diplomacy is a constitutive part of the system of global health governance. COVID-19 hit the world when multilateral cooperation was subject to major challenges, and global health has since become integral to geopolitics. The importance of global health diplomacy, especially at WHO, in keeping countries jointly committed to improving health for everyone, has once again been shown. Through a systematic review, this Series paper explores how international relations concepts and theories have been applied to better understand the role of power in shaping positions, negotiations, and outcomes in global health diplomacy. We apply an international relations perspective to reflect on the effect that those concepts and theories have had on global health diplomacy over the past two decades. This Series paper argues that a more central role of international relations concepts and theories in analysing global health diplomacy would help develop a more nuanced understanding of global health policy making. However, the world has changed to an extent that was not envisioned in academic discourse. This shift calls for new international relations concepts and theories to inform global health diplomacy."
"The UK Health Foundation argues that to better communicate on the social determinants of health, we need to change our framing. Framing describes what we say about an issue or concept and how we say it, which in turn affects people’s understanding, reactions, feelings, and actions. For example, framing health as primarily a consequence of individual choice—as is often the case in public debate—deflects attention from ways that health is strongly shaped by other forces, such as the wealth of our parents, or the availability of education to us growing up. Such engrained individualistic perspectives on health have consequences for the policies that the public and policy-makers support, and for political accountability, or lack thereof, when health declines."
By Professor Christian Lengeler, Head of the Health Interventions Unit, Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) and President of the Swiss Malaria Group
"The global community has made impressive strides in malaria control and elimination, but progress has stalled. To reach eradication, we must rethink our approach. - The global effort to control malaria, starting with the first concerted actions at the end of the 19th century, has resulted in a major public health success. A disease transmitted and feared in nearly every country on the planet has been successfully eliminated in Europe, North America and much of Asia and Latin America."
Medienmitteilung
"Mitte Juli wird die Schweiz ihren Fortschrittsbericht zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vor der UNO in New York präsentieren. Heute hat der Bundesrat diesen Bericht verabschiedet. Zwar identifiziert er zu jedem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) Fortschritte und Herausforderungen, doch zeigt er sich blind gegenüber zentralen Baustellen. Zudem fehlt eine klare Aufzählung dessen, was in den nächsten acht Jahren zu tun bleibt. Ende Juni wird die Plattform Agenda 2030 einen zivilgesellschaftlichen Bericht veröffentlichen, der einige der blinden Flecken des Bundesrats ausleuchten wird."
Resolution zur Änderung der Vorschriften aus dem Jahr 2005
194 Nationen haben an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) eine Resolution verabschiedet, die die zweijährige Frist für das Inkrafttreten von Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) auf nur ein Jahr verkürzt. Die IHR müssen dringend vom "analogen" zum "digitalen" Zeitalter des Informationsaustauschs aktualisiert werden müssen, um sicherzustellen, dass die WHO und ihre Mitgliedstaaten schneller auf globale Gesundheitsrisiken reagieren können. Nach den derzeitigen IHR-Regeln gibt es beispielsweise keine klare Frist, innerhalb derer die Länder vermutete Ausbrüche an die WHO melden müssen oder die WHO diese ihrerseits an die Mitgliedsländer weiterleitet. Bei einem kürzlich aufgetretenen Ausbruch des Polio-Wildvirus in Malawi dauerte es Monate, bis ein Bericht darüber veröffentlicht wurde. Ziel ist es, bis zur 77. Weltgesundheitsversammlung im Jahr 2024 ein Paket von Reformen vorzulegen, das ab Mai 2025 in Kraft treten soll. Parallel zu diesem Prozess sollen die Verhandlungen zu einem globalen Pandemievertrag weitergehen.
Negotiating of a WHO convention, agreement or other international instrument on pandemic prevention, preparedness and response
"As the Intergovernmental Negotiating Body (INB), responsible for drafting and negotiating a WHO convention, agreement or other international instrument on pandemic prevention, preparedness and response meet on 6-8 June 2022, 113 organisations and individuals share an open letter to Member States to ensure the full and meaningful participation of civil society and community-led organisations throughout the drafting and negotiation process of the instrument."
Die Meinung von Aude Martenot, Secrétaire générale, Centrale Sanitaire Suisse Romande
Im Oktober 2021 haben in Genf Verbände mit Nachdruck daran erinnert, dass Gesundheit ein Grundrecht ist. Die Centrale Sanitaire Suisse Romande (CSSR) hat sich an der Organisation einer Konferenz zum Thema beteiligt. Zu den geladenen Gästen zählten Eliane Mandine, Franck Prouhet und Éric Toussaint.
Winnie Byanyima, the head of UNAIDS, said rich countries have chosen to "protect the monopolies and profits of pharma companies, and millions of people have died who shouldn't have died."
"UNAIDS executive director Winnie Byanyima and Nobel Prize-winning economist Joseph Stiglitz this week offered a grim assessment of the state of patent waiver talks at the World Trade Organization, warning that sustained obstruction by rich countries has undermined hopes of a final deal and left billions without access to Covid-19 vaccines and treatments. "The drug companies did not want a quick response. The slower the response, the higher their profits." "In a pandemic, sharing technology is life or death, and we are choosing death," Byanyima said at a press conference held less than two weeks before the WTO's 12th Ministerial Conference in Geneva on June 12-15, when representatives from WTO member nations will gather to discuss a range of global issues, including massive and persistent vaccine inequities."
"Open trade in essential medical goods and services is often seen as vital for global health security, both to ensure a steady supply and to reduce costs, but widespread protectionist measures are now a source of growing concern for the World Bank and World Trade Organization. These measures encourage a destructive race to the bottom, worsening what is already “a challenging time for globalization,” warned Mari Pangestu, the managing director of development policy and partnerships at the bank, during an event Friday to launch a World Bank-WTO joint report on “trade cooperation” to strengthen pandemic defenses."
Von Mariana Mazzucato und Vera Songwe
Auch 18 Monate nach der Zulassung der ersten Impfstoffe sind erst 16% der afrikanischen Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft – was vor allem auf die mangelnde internationale Unterstützung bei der Beschaffung von Impfstoffen zurückzuführen ist. Dennoch haben sich die afrikanischen Regierungen in der Pandemie gut geschlagen. So sind sie auf lokaler Ebene aufgrund vieler Erfahrungen führend in ihrer Reaktion auf pandemiebezogene Herausforderungen und afrikanische Zentren für Seuchenkontrolle haben eine zentrale Rolle bei der Koordinierung einer kontinentalen Pandemiestrategie gespielt. Erfolgversprechend sind auch jüngste Innovationen wie die Partnerschaft der südafrikanischen Regierung mit der WHO und anderen Akteuren zur Herstellung eigener mRNA-Impfstoffe, die einen Ansatz zur Förderung des Gemeinwohls aller Länder auf dem afrikanischen Kontinent verfolgen – anstatt Technologie zu horten, wie das einige Pharmariesen demonstrieren.
"Civil Society wants a more equitable and transparent pandemic preparedness and response, and wants to see the Global Fund, uniquely placed to scale up the investments required for pandemic preparedness and with a long record of impact, transparency and commitment to leaving no one behind. Building on the momentum created after the first COVID-19 Summit in September 2021 the United States is convening a second COVID-19 Summit in May 2022, co-hosted by Belize, Germany, Indonesia and Senegal."
By Richard Horton
"Bill Gates was not shy about his disdain for WHO. Of its staff he said, “If you’re not very good, you’ll stay working there for a long time.” Gates fired his broadside during the London launch of his book, How to Prevent the Next Pandemic. The audience laughed. But as someone who has been welcomed into the global health family, there was something cheap and unpleasant about his remark. It diminished him. Gates was there to promote the idea of GERM—a Global Epidemic Response and Mobilization team. It would comprise 3000 full-time epidemiologists and geneticists, vaccine developers and rapid response workers, dedicated to preventing future pandemics. Despite his views about WHO, Gates would still make the agency responsible for GERM, although with a “special personnel system” to attract “the best staff possible”. GERM would be given the authority to declare a pandemic and coordinate the global response. Gates estimates the cost would be US$1 billion annually. With an estimated net worth of $127 billion, he could afford to fund GERM for its first 5 years, bringing in new financing as the initiative proved its value. The next big grant from his Foundation?"
"Now that COVAX has enough stock of COVID-19 vaccines, its focus is on vaccination uptake – including encouraging countries to combine campaigns against measles and polio with COVID-19, and even helping with “campaign-style” vaccination drives. This emerged at a media briefing on vaccine delivery called by the Access to COVID-19 Tools (ACT) Accelerator, of which COVAX is the central pillar, on Thursday. Ted Chaiban, head of COVID Vaccine Country Readiness at the COVID-19 Vaccine Delivery Partnership, said that COVID-19 vaccination drives provided an opportunity to strengthen “pre-existing health challenges”, particularly cold chain delivery, health management information systems and training health workers."
Angesichts tiefer Gräben über soziale Normen zeigt sich die WHA besorgt, ob Epidemien wie HIV bis 2030 beendet werden können
Vielleicht noch mehr als der Krieg in der Ukraine war die außergewöhnlich hohe Zahl der Stimmenthaltungen bei der Abstimmung über eine neue HIV-, Hepatitis- und STI-Strategie für die Delegierten auf beiden Seiten der Debatte eine bittere Pille, die es zu schlucken galt. Sie verdeutlichte, wie tief die Gräben über soziale Normen sind, die die Mitgliedsstaaten noch immer spalten. Es kam zu hitzigen Debatten über sexuelle Rechte, über eine umfassende Sexualerziehung und über die Terminologie. Es war vor allem Saudi-Arabien, das sich an die Spitze der Bestrebungen stellte, Hinweise auf Männer, die Sex mit Männern haben, aus der Strategie zur HIV-Behandlung zu streichen. Im Gegensatz dazu standen Europa, Nordamerika, weite Teile Lateinamerikas und Asien, wo sich in den letzten Jahrzehnten eine neue Einstellung zur Geschlechtsidentität und zur LGBTI-Terminologie durchgesetzt hat. Der Widerstand reichte zwar nicht aus, um die Verabschiedung der Strategien zu verhindern, aber es gab einen klaren Mangel an Konsens. Die Mitgliedstaaten auf beiden Seiten der Trennlinie äusserten sich besorgt darüber, dass es der WHA nicht gelungen ist, eine breite Zustimmung über eine solch zentrale Gesundheitsstrategie zu finden, die entscheidend ist, um das globale Ziel, diese Epidemien bis 2030 zu beenden.
Radio Rabe Interview mit Carine Weiss, Projektleiterin Netzwerk Medicus Mundi Schweiz
"Laut einem Bericht des Guttmacher Institutes wurden im Jahr 2016 in wirtschaftlich schwächeren Ländern schätzungsweise 21 Millionen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren schwanger, rund die Hälfte von ihnen gebaren dann auch tatsächlich. Seit dem Ausbruch von Corona sei die Zahl der Teenagerschwangerschaften im globalen Süden jedoch stark angestiegen, warnt nun Medicus Mundi Schweiz. Die Lockdowns hätten dazu geführt, dass viele junge Frauen zu Hause eingeschlossen waren, die sexualisierte Gewalt habe weltweit zugenommen und es habe keine Möglichkeiten mehr gegeben, mit Präventions- und Aufklärungsarbeit junge Frauen zu erreichen."
SRHR Conference 2022: Documentation of the Presentations
Every year, an estimated 21 million girls aged 15–19 years in developing regions become pregnant and approximately 12 million of them give birth (Guttmacher Report, 2016)1. At least 777,000 births occur to adolescent girls younger than 15 years in developing countries. The COVID-19 pandemic has increased the number of teenage pregnancy due to lockdowns and other restrictions.
Die Meinung von Dr. Jean Martin, ehemaliger Mitarbeiter der WHO, zum Problem der weltweiten unethischen Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten
Anfang 2022 engagierten sich verschiedenste Kreise, um die Initiative «Kinder ohne Tabak» zu unterstützen, die am 13. Februar von Volk und Ständen angenommen wurde. Ein süsser Erfolg. Bei dieser Gelegenheit war viel von Lobbyist:innen und anderen Meinungsmacher:innen im Dienst der Industrie die Rede, deren Erzeugnisse gesundheitsschädlich sind. Dazu zählen ganz klar der Tabak, aber auch die Fettleibigkeit förderndes «Junk-Food», also mehrfach weiterverarbeitete Lebensmittel mit zu viel Zucker (darunter Getränke) oder zu viel Salz, die für zahlreiche Krankheiten der Konsumgesellschaft verantwortlich sind.
"African leaders have applauded the US move to appoint John Nkengasong as head of the U.S. President’s Emergency Plan for AIDS Reliefs (PEPFAR) – saying he’ll reinvigorate the programme that has been a flagship for the global battle against the AIDS pandemic for nearly decades. But they also said the loss of Nkgengasong as head of the African Union’s Centers for Disease Control (Africa CDC), would be a blow to the Organization that he built from a virtual unknown into a full-fledged AU health agency during his five-year tenure."
The key lesson from this study is that to be effective in changing the management of noncommunicable diseases in a low- and middle-income country, non-governmental organizations need to play a variety of roles, many of which may change over time.
"Non-governmental organizations play a vital part in the achievement of the Sustainable Development Goals as defined by the United Nations. These Goals also include targets related to noncommunicable diseases. However, non-governmental organizations have played a limited role in this area despite such diseases causing the bulk of morbidity and mortality worldwide. Through their activities, non-governmental organizations should aim to strengthen health systems, yet they often only support these for a single disease. Mali, like many other low- and middle-income countries, is facing an increasing burden of diabetes and a health system not adapted to address this challenge. Santé Diabète, a non-governmental organization based in Mali since 2003, has been working specifically on diabetes, and has developed a wide range of activities to improve the national health system."
Report by a Lancet Oncology Commission
"The Lancet Oncology Commission on cancer in sub-Saharan Africa highlights the rapidly escalating cancer burden in this resource-poor area of the world. Long affected by infectious diseases and malnutrition, the population of this region is now increasingly afflicted by non-communicable diseases, including cancer. However, the fragile health systems in the 46 sub-Saharan African nations are poorly equipped to tackle this looming health crisis, with many problems including incomplete cancer data registries, poor availability of and access to screening, diagnostics, and treatment, insufficient provision of palliative care, and a huge shortfall of trained medical personnel compounding the deteriorating situation. In this Commission, the authors describe these challenges in detail, and propose actions that must be taken urgently to address the escalating catastrophe. Ultimately, political will and effective collaboration between multiple stakeholders is needed to reach the achievable goal of improved cancer care in sub-Saharan Africa."
Biggest focus in a decade
"The upcoming World Health Assembly (WHA) has the biggest focus on non-communicable diseases (NCDs) in a decade – and offers an opportunity to ensure that NCDs are integrated into future responses to pandemics and other health emergencies. This is according to Katie Dain, CEO of the NCD Alliance, who urged attendees at a high-level NCD briefing before the WHA on 22 May, to highlight solutions in order to encourage countries that it is possible to address NCDs. This comes in the wake of statistics from the World Health Organization (WHO) NCD Progress Monitor 2022 that show COVID-19 has pushed back countries’ gains against cardiovascular disease, cancer and diabetes in particular."
Transform Health statement ahead of the 75th World Health Assembly
"Ahead of the 75th World Health Assembly, taking place on 22-28 May 2022, Transform Health is calling on WHO and its Member States to endorse a new set of Health Data Governance Principles and to develop a global framework to maximise the public value of health data whilst protecting individual rights. Transform Health is calling for the development, and subsequent adoption, of a global health data governance framework. We call on governments to: Endorse the equity and human rights based Health Data Governance Principles – already endorsed by over 90 organisations – and ensure they underpin a global framework. By taking action on this agenda, Member States have an opportunity to advance both domestic and international health targets and increase public confidence in data sharing. Strengthening the equitable governance of health data, and a global framework to guide this, will be vital to achieving UHC and also essential to get us out of the next pandemic."
Délai de dépôt des candidatures : 15 juin 2022
Rejoignez le programme de relève de Médecins du Monde Suisse en tant que « Junior Professional Officer – JPO » Nous cherchons 2 JPO : 1 assistant.e chargé.e de gestion de programmes, 1 assistant.e chargé.e de recherche de fonds institutionnel. Médecins du Monde vous accueille pour une première expérience professionnelle durant 2 ans : 1 an à son siège, 1 an sur le terrain. POUR POSTULER : Délai : 15 juin 2022. Entrée en fonction : • Fin août-début septembre 2022 pour le JPO programmes • Juillet-août 2022 pour le JPO recherche de fonds. Lettre de motivation, CV et coordonnées de deux personnes de référence à rh@medecinsdumonde.ch, Mention : JPO programmes ou JPO recherche de fonds. Sans mention de votre part, nous admettrons que vous êtes intéressé.e par les deux postes. Personne de contact : Marie Wittwer Perri.
CDD 3 MOI / Délai de dépôt des candidatures : 15 juin 2022
Médecins du Monde Suisse cherche un·E chargé.E d'étude des besoins sur l'access à la santé des populations vulnérables dans le canton de Berne. TACHES SPECIFIQUES • Proposer une méthodologie participative (durée et budget compris) qui sera utilisée pour conduire l’étude exploratoire ; • Identifier les acteurs des centres d’hébergement et d’accès à la santé sur le canton de Berne (avec un focus sur Berne, Bienne et Soleure) et tracer une cartographie complète et détaillé de ces acteurs (mapping des parties prenantes); etc. Lieu de travail : terrain, télétravail et siège de Neuchâtel. Statut : consultant indépendant. COMMENT POSTULER ? Date d’entrée en fonction : ASAP. Délai de dépôt des candidatures : 15 juin 2022. Envoyez vos CV, lettre de motivation (incluant des éléments de méthodologie), copie des diplômes et coordonnées de deux personnes de références (dont au moins un supérieur hiérarchique) à rh@medecinsdumonde.ch, mention explo Berne. Personne de contact Marie Wittwer Perrin.
Zu Ihren Aufgaben gehört u.a. die Verantwortung für die Gestaltung und Umsetzung der Programme der CBM Schweiz mit Schwerpunkt Burkina Faso / Westafrika: • Planung, Monitoring und Evaluation von Länderprogrammen, Mehrjahresprojekten und humanitären Massnahmen der inklusiven Entwicklung für Menschen mit Behinderungen in Begleitung von und Zusammenarbeit mit CBM-Länderbüros und den CBM-Fachberater*innen; • Dienstreisen in die Programmländer für Planungen, Monitoring und Koordination der verschiedenen Akteure; • Betreuung von institutionellen Geldgebern, verfassen von Anträgen und Berichten. Am Arbeitsort in Thalwil leisten Sie die Mehrheit Ihres Pensums. Wir freuen uns auf Ihre komplette Bewerbung per E-Mail an: mark.schmid@cbmswiss.ch. Für zusätzliche Informationen steht Ihnen der Leiter Internationale Programme Mark Schmid gerne zur Verfügung.
Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern (KFPE) "Global issues need North-South research collaboration to make intended impacts. In order to continue strengthening South-North research collaboration, persistent challenges related to (de)colonisation for South-North research collaboration need to be identified. This workshop is an opportunity to understand these challenges, define a decolonized North-South research collaboration, and transform relations, power structures, principles, and practices."
Medicus Mundi Schweiz Die koloniale Herkunft der Entwicklungszusammenarbeit prägt deren Denkweise, Struktur und Praxis bis heute mit. Während viele Organisationen bereits seit langem ihre Arbeit nicht mehr als «Hilfe», sondern als gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Partner:innen im globalen Süden beschreiben, basiert die konkrete Arbeitspraxis noch zu oft auf Machtstrukturen, die Abhängigkeiten festschreiben und die Entfaltung von lokalen Ressourcen verhindern.
mediCuba Suisse "Unser langjähriger Koordinator in Kuba Manuel Vanegas, unseres ehemaliges Vorstandsmitglied und langjährige Projektverantwortliche Marianne Widmer sowie unser Vorstandsmitglied Marina Frigerio werden einen Bogen spannen von den Anfängen von mediCuba-Suisse bis zur heutigen Arbeit. Dabei werden sie auch versuchen die Entwicklung Kubas in dieser Zeit und die aktuelle Situation und die kommenden Herausforderungen (insbesondere im Gesundheitsbereich) aufzuzeigen. Selbstverständlich sind Fragen willkommen und wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen! Der Eintritt ist frei und ab 19 Uhr gibt es Getränke und Knabbereien (Kollekte). Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen und insbesondere die Anwesenheit unsereres Koordinators Manuel Vanegas ist eine seltene Gelegenheit für einen unmittelbaren Austausch!
Medicus Mundi Switzerland In the 28 years since the International Conference on Population and Development there has been remarkable progress on various aspects of adolescent sexual and reproductive health. For example, the rate of adolescent child bearing globally has declined from 47.9 births per 1,000 girls in 2010 to 41.2 births per 1,000 girls in 2020. The rates of decline have been uneven, with the steepest decline occurring in sub-Saharan African and Latin American Caribbean countries, although their rates still remain higher than those in other world regions.
Medicus Mundi Suisse Le monde est actuellement confronté à des crises sans précédents, notamment l’urgence climatique. En effet, l'aggravation de la crise climatique fait que des pays sont frappés simultanément par plusieurs catastrophes : une catastrophe climatique dévastatrice (inondations, sécheresse, …) et une catastrophe humanitaire (famine massive, crise migratoire, …). La pénurie d’eau et un contexte de conflits armés sont, par exemple, une double peine pour des dizaines de millions de personnes aujourd’hui.