"Wenn Gewinn über Leben steht, wird Gesundheit zur Ware. Das MMS-Symposium zeigte, wie wirtschaftliche Machtstrukturen nicht nur Krankheiten fördern, sondern auch die Fähigkeit von Gemeinschaften schwächen, sich zu schützen."
Die diesjährige Ausgabe des MMS Symposiums zu den kommerziellen Determinanten der Gesundheit ist eben zu Ende gegangen. Aus verschiedenen Perspektiven zeigten Referent:innen auf, wie sich durch die Ausrichtung auf Gewinnmaximierung gesundheitsschädigende Produkte weltweit ausbreiten. Diese sind ein wesentlicher Treiber der zunehmenden Verbreitung nicht-übertragbarer Krankheiten und belasten damit auch die Gesundheitssysteme. Jochen Ehmer, ein erfahrener Arzt von SolidarMed hat eindrücklich beschrieben, wie sich das klinische Bild in den letzten 25 Jahren diesbezüglich im südlichen Afrika massiv verändert hat. Der Profittrieb hat auch eine direkte Konsequenz auf die Gesundheitsversorgung, wie die Juristin Labila Sumayah Musoke darlegte. In Uganda – wie auch andernorts – schreitet die Privatisierung der Gesundheitsversorgung mit öffentlichen Geldern voran, was zu Fehlinvestitionen im Gesundheitswesen führt.
Der Profittrieb führt auch zur Ausbeutung von Kaffeeplanzern in Brasilien, wie Carla Hoinkes von Public Eye, ausgeführt hat. An diesem Beispiel zeigt sich, wie sich die sozialen Determinanten mit den kommerziellen Determinanten verknüpfen. Erst wenn betroffene Bevölkerungen ausreichend Rechte, gesundheitlichen und sozialen Schutz, über Mitsprache und damit Macht verfügen, können sie den gesundheitsschädlichen Wirtschaftsstrukturen widerstehen.
Dazu braucht es die Befähigung der Menschen auch über ihre eigene Gesundheit bestimmen zu können. Mut machte der Film Don Benjamìn, der durch Medicus Mundi Spanien mitproduziert wurde. Er zeigte, wie Brandrodungen im bolivarischen Amazonas durch Grossbetriebe, die vor allem für die Fleischproduktion agrarische Flächen von Kleinbauern übernehmen wollen, auch direkt die Lungengesundheit gerade von Kindern bedroht. Gleichzeitig wehrt sich die betroffene Gemeinschaft, indem sie konsequent und in Sisiphus-Arbeit wieder aufforstet.
Das Symposium diskutierte auch die Rolle der Schweiz – unter anderem in einem Gespräch mit dem SECO-Vertreter Frédéric Payot, der im Bereich Welthandel tätig ist. Dabei wurden Ansätze deutlich, wie in Handelsverträgen die gesundheitliche Verantwortung gestärkt werden könnte. Ein Ansatz der durch Medicus Mundi Schweiz weiterverfolgt wird.
Martin Leschhorn Strebel
Geschäftsführer Medicus Mundi Schweiz
Heute, am 8. Oktober 2025, versammeln sich sechs Hilfsorganisationen auf dem Bundesplatz in Bern – darunter Handicap International Schweiz. Ihr Ziel ist es, den Bundesrat dazu aufzufordern, die Zivilbevölkerung zu schützen, einen Waffenstillstand herbeizuführen und die Schweiz zum Handeln zu bewegen.
Handicap International begrüsst die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens im Gazastreifen nach zwei Jahren ununterbrochener Bombardierungen, schwerwiegender Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht, Blockaden von Hilfslieferungen und der unermüdlichen Arbeit von Hilfsorganisationen für die Schutzbedürftigsten.
"Malak wurde vor einigen Monaten bei einem Luftangriff schwer verletzt. Ihr rechtes Bein musste oberhalb des Knies amputiert werden. Im Mai wurde die Schule, in der Malak mit ihrer Familie Zuflucht gesucht hatte, von einem Luftangriff getroffen. Dabei kamen ihre Eltern und ihre drei Brüder ums Leben. Malak selbst wurde schwer verletzt – ihr rechtes Bein musste oberhalb des Knies amputiert werden. Dank Handicap International erhielt die Neunjährige im vergangenen Monat eine Prothese."
"Das Unternehmen Reitzel hat sich einer besonderen Herausforderung gestellt : 22’278 Kilometer für unsere Organisation zurückzulegenZiel der Aktion war es, Spenden zu sammeln, um Kinder in Sri Lanka auf ihrem Heilungsweg zu unterstützen. "
"Aktuell findet die COP30, die dreissigste UNO-Klimakonferenz, in Belém in Brasilien statt. Das Swiss Disability and Development Consortium präsentiert an der COP30 ihre neue Studie, die verdeutlicht, wie sich der Klimawandel auf Frauen mit Behinderungen in Nepal auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Frauen überproportional von dessen Auswirkungen betroffen sind und machen deutlich wie wichtig die wirkungsvolle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist."
"Female Genital Schistosomiasis (FGS), a neglected tropical disease caused by parasitic infection, affects an estimated 50 million women and girls, with another 150 million at risk. Despite its devastating impact including infertility, pregnancy complications, increased HIV risk, and social exclusion, FGS remains largely invisible in medical curricula, public health programmes, and global health priorities. Swiss TPH is part of the new African-European initiative WINGS-4-FGS, aimed at improving care for women suffering from this disease."
"SUM-101, a new malaria vaccine candidate has shown to be safe and to trigger strong immune responses in adults living in a malaria-endemic region of Tanzania. The study, conducted by researchers from the Ifakara Health Institute (IHI), the Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) and Sumaya Biotech GmbH & Co. KG (Sumaya Biotech), represents an important step towards developing next-generation vaccines to complement existing malaria prevention tools."
"Bacterial pathogens becoming resistant to antibiotics is well known. But resistance is also emerging among parasites — including those that cause malaria. As existing medicines lose effectiveness, researchers from Swiss TPH and the Helmholtz Institute for Pharmaceutical Research Saarland (HIPS) and partners have developed a new drug candidate that can kill malaria parasites even when standard treatments fail. The findings were published in Angewandte Chemie."
"Switzerland has long provided ideal conditions to serve as a major hub for education, research and innovation. Among the instruments that sustain this reputation is the Swiss Government Excellence Scholarship (ESKAS), which enables young, talented researchers from around the world to study and collaborate at Swiss institutions. ESKAS scholarships are not only about education; they are about building bridges across continents and cultures, advancing and circulating knowledge, and ultimately strengthening the trust that underpins global research partnerships."
"In July 2025, Swissmedic approved the first malaria treatment for newborns and young infants under 5 kg – a milestone for one of the most vulnerable patient groups. Behind this milestone lies the work of many partners and study sites, including one in the Democratic Republic of the Congo (DRC), where Swiss TPH supported clinical operations and molecular analyses as part of the CALINA trial."
"Nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa befinden sich zahlreiche Gesundheitseinrichtungen in Kuba in einer angespannten Lage und stehen vor dringenden materiellen Herausforderungen, um die Kontinuität der Versorgung zu gewährleisten."
"As part of our ongoing exploration of global development employers across various locations, sectors, and roles worldwide, here is a look at the top organizations hiring in global health."
"Die globale Rechte bläst zum Angriff auf die globale Gesundheit. Dass sie damit Erfolg hat, ist auch hausgemacht. Interview mit Sophie Harman Am 14.10.2025 veranstaltet die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit die Tagung „Defending the Right to Health“. Parallel zum gleichzeitig in Berlin stattfindenden World Health Summit werfen wir einen Blick auf Akteure, die das Recht auf Gesundheit angreifen und diskutieren ihr Erstarken im Zusammenhang mit neoliberalen Strukturmaßnahmen. Sophie Harman wird als Keynote Speakerin zum Thema „Health as a Battleground for the Far Right“ sprechen."
Beyond the rehabilitation of bodies, mind and critical Gaza health, housing, water and sanitation infrastructure, both Israelis and Palestinians need to confront the darks side of their respective narratives around the two-year war in Gaza in order to advance a cease-fire and, beyond that, a more durable peace.
"Infolge heftiger Regenfälle sind in Nepal mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen, viele werden noch vermisst, Tausende sind obdachlos oder leben in Notunterkünften. Die anhaltenden Niederschläge zwischen dem 2. und 6. Oktober 2025 führten zu verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen, die vor allem die östlichen Landesteile schwer trafen. Zahlreiche Dörfer wurden vollständig von den Wassermassen und Schlammlawinen erfasst."
"One in six laboratory-confirmed bacterial infections causing common infections in people worldwide in 2023 were resistant to antibiotic treatments, according to a new World Health Organization (WHO) report launched today. Between 2018 and 2023, antibiotic resistance rose in over 40% of the pathogen-antibiotic combinations monitored, with an average annual increase of 5–15%. "
"Much of the political momentum around the antimicrobial resistance crisis has dissipated, but a new report shows the danger to our health has not Much like the well-known climate threshold of 1.5 degrees Celsius, the importance of critical limits in our environment have long been understood as key to help us avoid calamities. So, when we know the world is facing an escalating antimicrobial resistance (AMR) crisis, but there has been no definitive tipping point established, that leaves us on a potentially perilous path."
"The World Health Organization (WHO) today warns that less than one in three countries around the world has a national policy to address the growing burden of neurological disorders, responsible for over 11 million deaths globally each year. The WHO’s new Global status report on neurology released today shows that neurological conditions now affect more than 40% of the global population – over 3 billion people."
"The World Bank Group, the Government of Japan, and the World Health Organization officially launched the Health Works Leaders Coalition. This global alliance brings together health and finance ministers, philanthropic organizations, business leaders, leaders of global health agencies, and civil society representatives with the aim of promoting investments in health systems as a strategy for economic growth, job creation, and improved resilience."
"On World Cities Day, the World Health Organization (WHO) calls on national and city leaders to transform urban areas into engines of health, equity and sustainability. More than 4.4 billion people, over half of humanity, now live in urban areas, a figure projected to rise to nearly 70% by 2050. In cities health, inequality, environment and economy intersect in powerful and dramatic ways, creating both complex risks and unique opportunities for progress."
"While deaths from malaria have fallen by 29% since over the past two decades, mortality could rise again this year due to the cuts in global health funding seen recently, says Peter Sands, executive director of the Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria."
"Some 80 million Africans are projected to have dementia by 2050 – a fourfold increase from 2015 – and governments need to invest in brain health as an “economic imperative” to mitigate this. This call was made by the Davos Alzheimer’s Collaborative (DAC) at a meeting in Johannesburg on Tuesday, on the eve of the G20 Health Ministers meeting in South Africa."
Former USAID global health lead Atul Gawande is exposing the human toll of the Trump administration’s foreign aid cuts in "Rovina’s Choice," a new documentary he executive-produced.
"CAPE TOWN – More and more health workers are performing female genital mutilation (FGM) in South and South East Asia – although the process is internationally recognised as a serious human rights violation with no medical justification. Health professional associations mulled over how to ensure that health workers stop performing this harmful practice at the World Congress of Gynaecology and Obstetrics (FIGO) in Cape Town on Wednesday."
"At UNGA, global health leaders unveiled the Breast Cancer Care Quality Index or BCCQI — a new data-driven framework to help governments translate global goals into national action."
"n a landmark public health achievement, the World Health Organization (WHO) has validated the Maldives for eliminating mother-to-child transmission (EMTCT) of hepatitis B, while maintaining its earlier validation (in 2019) for EMTCT of HIV and syphilis. This makes the Maldives the first country in the world to achieve ‘triple elimination’."
"Telemedizin und Telegesundheit können wirksame Werkzeuge sein, um Menschen mit Demenz und ihren Betreuungspersonen zu helfen, wie eine neue Studie der WHO zeigt. Eine von WHO/Europa und einer Gruppe internationaler Universitäten durchgeführte Prüfung der vorhandenen Evidenz untersuchte, inwiefern die Einbettung digitaler Gesundheitstechnologien in altersfreundliche Umfelder und gemeinschaftsnahe unterstützende Systeme Depressionen und Angstzustände verringern und das Gefühl von sozialer Isolation und Einsamkeit abschwächen kann, was wiederum bessere Resultate für Patienten und Betreuungspersonen nach sich zieht."
"In einem der ärmsten Länder der Welt kämpfen viele junge Menschen um ein geregeltes Einkommen. Sie dabei zu unterstützen, ist keine einfache Aufgabe. Es braucht eine gute Jugendarbeit, vertrauensvolle lokale Vernetzung, eine kompetente Marktanalyse und viel Herzblut. All das bringt unsere Partnerorganisation Mahlahle mit und schafft Perspektiven für Jugendliche."
"Today, the World Health Organization (WHO), in collaboration with key partners and supporters, launched version 2.0 of the Epidemic Intelligence from Open Sources (EIOS) system, used globally for the early detection of public health threats. Since its development in 2017, the initiative has grown steadily and is now being used by more than 110 Member States and around 30 organizations and networks around the world."
"Diseases such as dengue, cholera, and leptospirosis are on the rise globally, yet funding for tests, vaccines, and treatments remains limited. A new study highlights innovative financing mechanisms that could help."
Climate Action Accelerator "Healthcare systems face a dual challenge: the growing impacts of climate change and infrastructure ill-prepared for extreme weather, energy shocks, and supply disruptions. Hospitals are both vulnerable and significant emitters—responsible for 4.4% of global emissions—making resilient, low-carbon infrastructure essential for protecting public health and meeting climate goals."
Le Temps/Heidi.News "La 27e édition du festival s’annonce joyeuse, colorée et résolument engagée. Découvrez dès maintenant la programmation complète : une sélection vibrante de films qui célèbrent les voix marginalisées, les récits intimes et politiques, et qui questionnent notre époque avec force et sensibilité. Cette année encore, des invité·e·s au parcours inspirant viendront partager leurs visions du monde et dialoguer avec le public."
Forum Santé "Le 25 novembre 2025, Le Temps et Heidi.news organiseront la huitième édition du Forum Santé au Palais de Beaulieu à Lausanne, avec pour toile de fond une question simple mais pourtant cruciale: et si on remettait enfin la santé... au cœur du système de santé? "
Vom 28. November bis zum 6. Dezember findet das Filmfestival FRAUENSTARK! im Saal1 Küchlin in Basel statt. Die Jubiläumsausgabe steht unter dem kraftvollen Titel Stimmen der Veränderung. Das Festival zeigt Filme, die Empowerment, Solidarität und Widerstand thematisieren und zu Diskussionen über Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit anregen. Im Anschluss finden moderierte Diskussionen mit ausgewählten Gästen statt, unter anderem die Projektleiterinnen von "Halt Gewalt", die FGC/M Aktivistin Adam Dicko, die eigens fürs Festival nach Basel kommt, die Gleichstellungsbeauftragte und Grossrätin Barbara Heer, die Richterin Eva Christ und viele mehr.
"Dans le contexte actuel de conflits prolongés et de fragilité croissante, les approches traditionnelles et les distinctions claires entre aide humanitaire, coopération au développement et consolidation de la paix ne répondent plus aux besoins complexes des populations touchées. C'est pourquoi le « triple nexus » relie ces trois secteurs, appelant à davantage de collaboration, de cohérence et de complémentarité. Au lieu de réponses séquentielles ou parallèles, l'approche Nexus intègre les besoins immédiats aux objectifs à plus long terme afin d'obtenir des résultats plus durables et plus efficaces."
IAMANEH "Der Dokumentarfilm begleitet die Zürcherin Sara Aduse auf eine Reise zurück in ihre Kindheit und zum Ursprung eines Traumas. Sie lebt mit den physischen und psychischen Folgen ihrer Beschneidung und fasst den Entschluss, in Äthiopien ihre Beschneiderin damit zu konfrontieren. Sara Aduse fordert mutig und entschlossen ein, was ihr zusteht: Antworten, die ihr die Möglichkeit geben, das Erlebte zu verstehen und ihre Geschichte selbst zu erzählen. Mit ihrem Mut setzt sie viel in Bewegung. Im Anschluss: Wie lassen sich mentale Grenzen überwinden? Wie gelingt gendersensibler Wandel im Kampf gegen weibliche Genitalbeschneidung? Diesen Fragen nehmen sich die FGM/C-Aktivistinnen Adam Dicko (Mali) und Sara Aduse (Zürich/Äthiopien) an. Das Gespräch wird auf Englisch geführt."
IAMANEH "In den ersten 1001 Tagen sind Neugeborene am verletzlichsten. Zanele, Khosi und Thandiwe helfen Säuglingen und ihren Müttern in dieser sensiblen Zeit. Der Dokumentarfilm begleitet die drei Frauen bei ihren Hausbesuchen, wo sie heilsame, aber auch tieftraurige Momente miterleben. Mit dem Wort «Ubuntu», das mit «Gemeinsinn» oder «Nächstenliebe» übersetzt werden kann, beschreiben die Frauen, was sie verbindet: gemeinsam wollen sie eine bessere Zukunft für die Frauen in Alexandra, einem Township von Johannesburg, erreichen. Im Anschluss: Diskussion mit Pascale Schreibmüller, Hebamme und Forschende, und Alexandra Nicola, Co-Geschäftsleiterin IAMANEH Schweiz, über selbstorganisierte Care-Arbeit, respektvolle Geburt und Mutterschaft in Gewaltbeziehungen. Den musikalischen Ausklang macht die queer-feministische Band «Goose under Pressure»."
Swiss Tropical and Public Health Institute "Unleash the full potential of your management and leadership skills in global health and shape the future landscape of health! Join the information session to explore how the flexible programme can support your career goals, meet the Study Directors, and ask your questions."
Swiss Tropical and Public Health Institute "The advanced studies programmes in Health Care and Management provide international participants with the core competencies for understanding and reacting to health challenges at a world-leading institute in global and public health. Join our lively information session to find out more and talk to the Study Director."Online Information Session: Health Care and Management, 9 December 2025 at 18:00 CET - Application