Neuer UNAIDS Bericht zur Lage in Subsahara-Afrika
UNAIDS Die Lage in Subsahara-Afrika wird durch die anhaltende Verschuldung zunehmend bedrohlich. Die aktuellen Schuldenkrisen in den Ländern der Region führen dazu, dass wichtige Gesundheits- und HIV-Dienste chronisch unterfinanziert sind. Eine finanzielle Schieflage, die auch den Fortschritt bei der Bekämpfung von HIV/AIDS gefährdet. Trotz des Erfolgs bei der Reduzierung neuer HIV-Infektionen seit 2010 droht dieser Fortschritt zunichte gemacht zu werden, wenn der finanzielle Spielraum weiter eingeschränkt wird. Einige ostafrikanische Länder müssen gemäss den Vereinbarungen mit dem Internationalen Wäh-rungsfonds bereits mehr als 50% der Staatseinnahmen für die Rückzahlung der Schulden aufwenden. Um wirksam gegen ihre HIV-Pandemien vorgehen zu können, fehlen den Ländern allein für 2024 12 Milliarden US-Dollar. Geht dieser Trend weiter, droht eine Abwärtsspirale nicht nur in der HIV-Bekämpfung, sondern auch allgemein in der Gesundheitsversorgung. UNAIDS-Direktorin Winnie Byanyima fordert von den internationalen Partnern, Ressourcen zu mobilisieren, um den globalen Fortschritt zur Beendigung von AIDS bis 2030 nicht weiter zu gefährden.