Gesundheitspolitik und Handelspolitik der Schweiz stehen im Widerspruch. Während gesundheitsschädliche Produkte weltweit verbreitet werden, engagiert sich die Schweiz gleichzeitig für die Stärkung von Gesundheitssystemen. Wie können Handels- und Gesundheitsaussenpolitik besser aufeinander abgestimmt werden? Das diskutiert das MMS Symposium am 5. November 2025 über die kommerziellen Determinanten der Gesundheit.
Die Vermarktung und Verbreitung gesundheitsgefährdender Produkte wie Tabak, Alkohol und stark verarbeiteter Lebensmittel haben direkte negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. In der wissenschaftlichen Diskussion wird dieses Phänomen unter dem Begriff der kommerziellen Determinanten der Gesundheit gefasst. Ihre Folgen betreffen nicht nur die nationale Gesundheitspolitik, sondern auch die globale Gesundheit.
In den letzten fünfzig Jahren hat die Liberalisierung des Welthandels dazu geführt, dass gesundheitsschädliche Produkte auch im globalen Süden stark verbreitet wurden. Dies trägt zur Zunahme nicht übertragbarer Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs bei – Krankheiten, die die lokalen Gesundheitssysteme oft erheblich belasten.
Die Schweiz spielt bei bestimmten Produktegruppen, etwa Tabak und hochverarbeiteten Lebensmitteln, eine zentrale Rolle im internationalen Handel. Gleichzeitig engagiert sie sich in der internationalen Zusammenarbeit für die Stärkung von Gesundheit und Gesundheitssystemen. Damit diese beiden Politikbereiche – globale Gesundheit und Welthandel – kohärent gestaltet werden, braucht es eine abgestimmte Gesundheitsaussenpolitik.
Am MMS-Symposium vom 5. November 2025 werden Expert:innen die Spannungsfelder zwischen den Handelsinteressen der Schweiz und ihren entwicklungspolitischen Zielen beleuchten. Erstmals wird auch ein Vertreter des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) an der Diskussion teilnehmen. Im Zentrum stehen dabei folgende Fragen:
Der Welthandel und die regelbasierte Weltordnung stehen unter Druck. Ich bin überzeugt: Eine zukunftsfähige Handelspolitik muss gerecht sein und die Menschenrechte, insbesondere das Recht auf Gesundheit, schützen. Ich freue mich, Sie am 5. November in Basel zu sehen.
Martin Leschhorn Strebel
Direktor Netzwerk Medicus Mundi Schweiz
Medicus Mundi Schweiz Transnationale Unternehmen und ihre wirtschaftliche Macht beeinflussen unsere Gesundheit – oft unsichtbar, aber tiefgreifend. Das MMS Symposium 2025 geht den kommerziellen Determinanten der Gesundheit nach und fragen: Wie können Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der wachsenden gesundheitlichen Ungleichheiten durch einseitige wirtschaftliche Interessen vorgehen?
"Sieben Monate nach dem Sturz von Baschar al-Assad kehren Tausende Syrer:innen in ihr Land zurück. Doch diese hoffnungsvolle Rückkehr stösst auf eine dramatische Realität: ein von 13 Kriegsjahren verwüstetes Land, das mit Minen und Blindgängern verseucht ist und in dem Armut, fehlende Gesundheitsversorgung und Unsicherheit allgegenwärtig sind. Nach ihrem dreiwöchigen Einsatz in Syrien reiste Noor Bimbashi, Advocacy- und Politikberaterin bei Handicap International, nach Genf. Dort legte sie Zeugnis ab und traf sich mit Entscheidungsträger:innen, um über die humanitären Bedürfnisse und die Finanzierungslücke zu sprechen. "
"The growing burden of chronic diseases, driven by ageing populations and increasing health inequities, requires a fundamental shift in how care is organised. There lies great potential in better linking health and social systems – but how can this be achieved? Today’s symposium at the Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) on “Integrated People-Centred Care” brought together over 80 experts from health and social care, public administration, research and the private sector. The participants presented innovative models for chronic disease management, discussed the potential of digital tools to improve care coordination and shared experiences from patients and providers, from Switzerland and internationally, including Eastern Europe and the Balkans."
"In July 2025, Swissmedic approved the first malaria treatment for newborns and young infants under 5 kg – a milestone for one of the most vulnerable patient groups. Behind this milestone lies the work of many partners and study sites, including one in the Democratic Republic of the Congo (DRC), where Swiss TPH supported clinical operations and molecular analyses as part of the CALINA trial"
"Unter den Menschen, die von unseren Teams betreut werden, ist auch die kleine Qamar, die wir Ihnen in einem Video vorstellen möchten. Als eine Panzergranate ihr Zuhause im Norden von Gaza traf, wurde sie schwer verletzt und ihr rechtes Bein musste im Alter von nur 7 Jahren amputiert werden. Heute lebt sie mit ihrer Familie unter prekären Bedingungen in einem Lager für Binnenvertriebene."
"Am 11. Juni haben wir einen zweijährigen Kooperationsvertrag mit der in Lyon (Frankreich) ansässigen Akademie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnet. Diese strategische Partnerschaft ist der Höhepunkt einer langjährigen Zusammenarbeit mit der WHO, die seit 2012 formalisiert ist. Besonders in den Bereichen inklusive Gesundheit, psychische und psychosoziale Gesundheit sowie Rehabilitation hat sich diese Kooperation über die Jahre intensiviert."
"In der Nacht zum 1. September 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,0 den Osten Afghanistans. Handicap International mobilisiert seine Nothilfe-Teams."
Carlos trat auf eine Mine – eine verheerende Folge der Gewalt in Kolumbien. Nachdem er wieder auf die Beine gekommen war, startete er ein Schweinezuchtprojekt, um seiner Familie ein dauerhaftes Einkommen zu sichern.
Die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen ist in Madagaskar nach wie vor ein wichtiges Thema. Die Sterblichkeitsraten von Müttern und Neugeborenen sind alarmierend hoch; schwangere Frauen suchen nicht ausreichend Gesundheitsdienste auf und verfügen über unzureichende Kenntnisse über die mit einer Schwangerschaft verbundenen Risiken und die Pflege von Neugeborenen. Aus diesem Grund hat Enfants du Monde mit Unterstützung des lokalen Vereins FISA die ersten Geburtsvorbereitungskurse des Landes in öffentlichen Gesundheitszentren entwickelt.Une participante témoigne : « Nous espérons que ces cours seront disponibles dans tous les centres de santé pour nos prochaines grossesses. »"
"Health leaders said there's room for more regular and disaggregated data to help inform decision-makers, as well as data that's more relevant to communities on the ground."
"Opinion: Turning the humble local African pharmacy into a comprehensive health hub is a way for our continent to leapfrog care delivery."
"A U.S.-based global health NGO was denied entry to a U.N. side event on the future of U.S. global health aid. It put a sharp edge on the Trump administration's plan to work with governments and the private sector — but not NGOs."
"World leaders are expected to commit to 150 million fewer tobacco users, 150 million more people under hypertension management, and 150 million more people with access to mental care by 2030 at the United Nations on Thursday. These targets are in the final draft of the political declaration set for adoption at the UN High-Level Meeting on Non-communicable Diseases (NCDs) and Mental Health in New York."
"Tomnjong Thadeus with his three-year-old daughter Gabriella at their home in Soa, Cameroon. Malaria bed nets are still not accessible enough in Africa’s most endemic countries. Gabriella’s mother fell ill with malaria while pregnant. Gabriella also got malaria got sick soon after and spent four days in the hospital but recovered. Every year, hundreds of thousands of children do not."
"Through landmark new guidelines released today, leading reproductive health agencies are calling for a major shift in how postpartum haemorrhage (PPH) is prevented, diagnosed and treated. The recommendations highlight the urgent need for earlier detection and faster intervention – steps that could save the lives of tens of thousands of women each year."
"Digital tools are critical for development, but they are increasingly vulnerable to climate shocks. A new report explores the risks and delivers a bold blueprint for climate-resilient digital development."
"Nach einer kurzen Entspannung im Frühjahr steigt die Zahl der offenen Stellen für Ärzte, Pflegefachleute oder MPA wieder an Momentan sind in der Schweiz rund 227'000 Stellen ausgeschrieben, davon knapp 23’000 für Führungskräfte. Dies besagt der «Jobradar», den die Arbeitsmarkt-Forschungsfirma X28 quartalsweise veröffentlicht; die Datensammlung erfasst alle Online-Stellenanzeigen, die Arbeitgeber, Personaldienstleister und Jobbörsen in der Schweiz ausschreiben."
"Das Parlament spricht sich für eine nationale Strategie aus, die die Situation der Betroffenen verbessert. Die Schweiz ist damit eine Pionierin in Europa."
Swiss Tropical and Public Health Institute "Do you have a specific question, or would you like to find out more about Swiss TPH’s advanced studies programmes in Health Care and Management? We invite you to join the upcoming live information sessions where you can talk to the Study Director via Zoom. The next session will take place on 14 October 2025 at 18:00 CEST. "
Swiss Tropical and Public Health Institute "Explore how the MBA in International Health Management at Swiss TPH can support your career goals. Join our next online information session to meet the Study Directors, learn about the programme, and ask your questions. The next session will take place on 15 October at 17:00 CEST."
Vom 28. November bis zum 6. Dezember findet das Filmfestival FRAUENSTARK! im Saal1 Küchlin in Basel statt. Die Jubiläumsausgabe steht unter dem kraftvollen Titel Stimmen der Veränderung. Das Festival zeigt Filme, die Empowerment, Solidarität und Widerstand thematisieren und zu Diskussionen über Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit anregen. Im Anschluss finden moderierte Diskussionen mit ausgewählten Gästen statt, unter anderem die Projektleiterinnen von "Halt Gewalt", die FGC/M Aktivistin Adam Dicko, die eigens fürs Festival nach Basel kommt, die Gleichstellungsbeauftragte und Grossrätin Barbara Heer, die Richterin Eva Christ und viele mehr.
Medicus Mundi Suisse À l’échelle mondiale, l’accès aux soins, en particulier aux médicaments, demeure un enjeu majeur du droit à la santé. La disponibilité et le coût des médicaments ont des impacts significatifs sur les populations et les systèmes de santé à l’échelle globale y compris en Suisse. L’insuline, un médicament vital, illustre bien ce problème : malgré sa découverte en 1921, son accès reste difficile dans de nombreux pays en raison de son prix élevé et de ruptures d’approvisionnement, touchant notamment les pays à faible ou moyen revenu et certaines populations vulnérables à revenu élevé. (Beran et al, 2021)